Unser Traum ist es nicht nur Schulen zu bauen und fĂŒr Bildung zu sorgen, sondern eine Oase zu schaffen und so die BedĂŒrfnisse der Dorfbewohner Gandos zu erfĂŒllen. Zu diesem Zweck haben wir um die Schulen herum eine Mangobaumplantage angelegt. In den letzten 15 Jahren ging der Baumbestand in Burkina Faso durch Rodungen um ca. 60 % zurĂŒck. Die BĂ€ume sind jedoch sehr wichtig, da sie Schatten spenden, die Menschen ernĂ€hren, Bodenerosionen durch Wasser und Wind verhindern und den Grundwasserhaushalt regulieren. Durch die BĂ€ume bleibt die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten und die ErnteertrĂ€ge gehen nicht zurĂŒck. Außerdem erhalten sie als Zuhause vieler Tiere die Artenvielfalt.

Da es in der Trockenzeit in Burkina Faso bis zu 45° C (MĂ€rz) heiß wird, ist eines der Hauptprobleme bei Baumanpflanzungen, dass die Setzlinge keine Trockenperiode ĂŒberleben und oft Opfer der Termiten werden. Da Pflanzenschutzmittel allerdings teuer und ökologisch nicht sehr vertrĂ€glich sind, haben wir eine spezielle, innovative Technik entwickelt:

Es wird ein Loch gegraben, das mit Humus und Knochen mit Fleischresten daran gefĂŒllt und regelmĂ€ĂŸig bewĂ€ssert wird. Nach ca. 5 Wochen wird die Pflanze angesetzt. Das mag zunĂ€chst merkwĂŒrdig klingen, doch es hat einen ganz einfach biologischen Hintergrund: Ameisen, die Fleischfresser sind, werden angezogen, zersetzen die Knochen und fressen die Termiten auf. So bleibt der Wurzelstock der Pflanze geschĂŒtzt.

Anstatt die Pflanze jeden Tag zweimal zu gießen, wurde eine beispielhafte Tropftechnik entwickelt, die von jedem Gehöft imitiert werden kann: Neben die MangobĂ€ume werden handgemachte TongefĂ€ĂŸe gestellt, die mit Wasser gefĂŒllt sind. Durch ein zuvor eingehauenes kleines Loch im Boden des GefĂ€ĂŸes, wird die dauernde Wasserversorgung der Pflanze sichergestellt. Das Wasser tropft in der richtigen Menge direkt an die Wurzel und kann nicht verdunsten. Die SchĂŒler sorgen dafĂŒr, dass der Tontopf einmal in der Woche mit Wasser gefĂŒllt wird.

Zukunftsweisend ist die Beispielhaftigkeit des Projekts, da jede Dorfgemeinde das einfache System ĂŒbernehmen kann. Durch das Projekt entsteht schon bei den Kindern ein VerstĂ€ndnis fĂŒr das Pflegen und Anpflanzen von BĂ€umen und sie werden es an ihre Kinder weitergeben. Außerdem werden durch den Kauf der Tontöpfe und der Setzlinge die lokalen WirtschaftskreislĂ€ufe unterstĂŒtzt.

Um das Projekt zu finanzieren, suchen wir Baumpaten. Sie spenden 50 € und so lernt ein Kind die eigenverantwortliche Aufzucht, Pflege und BewĂ€sserung „seines“ Baumes.